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Shapes (Autoformen, Grafik-Objekte)

Es gibt generell zwei Arten, wie Grafiken in Word gehandhabt werden können. Einerseits die sog. Inlineshapes, die wie ein normales Zeichen im Absatz behandelt werden können. Andererseits die Shapes, die über/unter der Textebene (Ebenen im Word-Dokument) liegen und durch das Ankersymbol links neben dem Satzspiegel an einen Absatz (¶) gekoppelt sind.

Shapes sind alle Zeichenobjekte, die mit Word selber erstellt werden können, z. B. Textfelder, Linien, Pfeile, Rahmen und alle Autoformen.

Dazu am besten die Zeichnen-Symbolleiste einblenden (Ansicht > Symbolleisten > Zeichnen). Über diese Symbolleiste können diese Shapes, z. B. Textfelder oder Pfeile, in ein Dokument eingefügt werden.

Symbolleisten Zeichnen

Die Symbolleiste „Zeichnen“

Über Einfügen > Illustrationen > Formen können Shapes, z. B. Textfelder oder Pfeile, in ein Dokument eingefügt werden.

Registerkarte Einfügen > Formen

Die Registerkarte Einfügen > Formen

Die Registerkarte „Bildtools“ und das Kontextmenü bieten weitere Möglichkeiten, ein Shape zu bearbeiten.

Registerkarte „Bildtools“

Die Registerkarte „Bildtools“

Auch externe Grafiken (Einfügen > Grafik > Aus Datei bzw. Einfügen > Illustrationen > Grafik) können als Shapes gehandhabt werden, dazu muss eine andere Umbruchart als „Mit Text in Zeile“ eingestellt sein.

Erkennungszeichen eines Shapes sind weiße Kreise als Ziehpunkte:

Beispiel Shape

Externe Grafik als (verankertes) Shape mit Autoform Legende

Beispiel Shape

Externe Grafik als (verankertes) Shape mit Autoform Legende

Shapes positionieren

Etwas komplexer ist die richtige Positionierung von Shapes im Dokument. Zunächst fliegen Shapes (oder die Kombination aus mehreren Shapes) irgendwo im Dokument herum und lassen sich scheinbar nur schlecht positionieren.

Umbruchart

Im Dialog „AutoForm formatieren“ (Doppelklick auf das Shape oder Kontextmenü „AutoForm formatieren“ oder Format > AutoForm bzw. Objekt) den Reiter „Layout“ auswählen.

Dialog AutoForm - Layout

Dialog „AutoForm formatieren“, Reiter „Layout“

Im Dialog „Layout“ (Kontextmenü für Grafiken „Weitere Layoutoptionen“ bzw. in der Registerkarte Bildtools/Format > Anordnen > Position > Weitere Layoutoptionen) den Reiter „Textumbruch“ auswählen.

Dialog Layout, Reiter Textumbruch

Der Dialog „Layout“, Reiter „Textumbruch“

Mit der Option „Umbruchart“ legt man fest, wie sich der Text auf der Textebene in Bezug zum Shape verhalten soll:

Ein Shape kann allerdings nicht als „Mit Text in Zeile“ definiert werden – sonst wäre es kein Shape mehr, sondern ein Inlineshape.

Abstand zum Text

Für die Umbrucharten „Rechteck“ kann der Abstand des Textes zum Shape für alle vier Richtungen (oben, unten, rechts und links) zentimetergenau eingestellt werden. Für die anderen Umbrucharten stehen naturgemäß nicht alle Abstandsangaben zur Verfügung.

Bildposition

Interessant wird es erst, wenn man den Button Weitere… anklickt bzw. in den Reiter „Position“ wechselt um ein Shape genau auf der Seite oder in Bezug zum Absatz genau zu positionieren.

Dialog Erweitertes Layout - Bildposition

Dialog „Erweitertes Layout“, Reiter „Bildposition“

Dialog „Layout“, Reiter „Position“

Dialog „Layout“, Reiter „Position“

Der Reiter „Bildpostion“ bzw. „Position“ ist für die richtige Ausrichtung der Shapes unerlässlich. Grundsätzlich „hängt“ ein Shape immer an einem Absatz auf der Textebene. Mit der Maus kann man im Normalfall das Shape auf der Seite hin- und herschieben. Dabei wird das Shape immer mit einem anderen Absatz verankert, was sehr verwirrend ist, besonders dann, wenn die Ansicht der nichtdruckbaren Zeichen ausgeschaltet ist. Spätestens jetzt die nichtdruckbaren Zeichen (¶) einschalten.

Horizontale und vertikale Position

Die Position des Shapes zur Absatzendemarke kann entweder mit der Maus oder im Reiter „Bildpostion“ bzw. „Position“ zentimetergenau festgelegt werden. Diese Ausrichtung kann relativ („Ausrichtung“ oder „Buchlayout“) oder absolut („Absolute Position“) erfolgen. Dabei sind verschiedene Bezugspunkte zu unterscheiden. Gemessen wird immer die linke obere Ecke der Shapes 1 und die Oberlänge in der ersten Zeile des Absatzes 2.

Shape Bildposition

Shape positionieren

Shape positionieren

Horizontale und vertikale Positionierung eines Shape

Die Position wird immer horizontal (rechts/links Ausrichtung) und vertikal (oben/ unten Ausrichtung) und in Bezug auf eine bestimmte Stelle auf dem Papier angegeben. Ein weiteres Kriterium ist die Anzahl der Spalten, die im Dokument verwendet werden. Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Optionen:

horizontal
(rechts/links)

Spalte*

Linke Begrenzung der Spalte, in der die Absatzmarke steht.
Bezugspunkt ist der Nullpunkt im vertikalen Lineal. Bei einspaltigem Layout ist diese Option identisch mit Seitenrand.

Seite

Gemessen wird vom linken Papierrand.

Seitenrand

Linke Begrenzung des Satzspiegels, unabhängig wie viele Spalten (Nullpunkt im vertikalen Lineal).

Zeichen

Horizontaler Bezugspunkt ist das erste Zeichen im Absatz, z. B. Änderungen des Einzugs wirken sich dann auf das Zeichen im Absatz und auf das verankerte Shape aus.

vertikal
(oben/unten)

Absatz

Geht nur in Verbindung mit „Objekt mit Text verschieben“.
Vertikaler Bezugspunkt ist der Absatz, ein negativer Wert bewirkt, dass die obere linke Ecke des Shapes um den entsprechenden Wert oberhalb des Absatzes positioniert wird.

Seite

Gemessen wird vom oberen Papierrand.

Seitenrand

Obere Begrenzung des Satzspiegels.

*Bei einspaltigen Dokumenten sind die Einstellungen für „horizontal Spalte“ und „horizontal Seitenrand“ identisch.

Optionen zur Positionierung

Neben der horizontalen und vertikalen Positionierung für Shapes gibt es weitere Optionen zur Positionierung:

Objekt mit Text verschieben

Die Position des Shapes kann entweder in Bezug zu einem Absatz oder zur Seite festgelegt werden.

Verankern

Die Option mit der wohl entscheidensten Bedeutung verbirgt sich hinter dem verwirrenden Begriff „Verankern“.

Objektanker

Wenn „Verankern“ nicht aktiviert ist, dann hängt sich das Shape immer an den nächstliegenden Absatz, wenn man es mit der Maus verschiebt. Dabei ändern sich auch die vertikalen und horizontalen Bezüge in Bezug auf diesen neuen Absatz ... und das alles ohne wirkliche Kontrolle.

Objektanker verankert

Mit der Option „Verankern“ kann man festlegen, ob das Shape genau an einem bestimmten Absatz hängt oder am nächstliegenden Absatz. Um mehr Kontrolle zu haben, ist es sinnvoll, „Verankern“ auszuwählen. Neben dem Objektanker erscheint ein kleines Vorhängeschloss.

Wenn nun das Shape mit der Maus verschoben wird, ändert sich der Bezug zu diesem bestimmten Absatz nicht, lediglich die Angaben über die vertikale und horizontale Position in Bezug zu diesem Absatz ändern sich. Wenn man mehrere Shapes einfügt, die übereinanderliegen, dann sollte man darauf achten, dass alle Shapes mit demselben Absatz verbunden und verankert sind.

Shape nicht verankert

Nicht-verankertes Shape

Shape verankert

Verankertes Shape

Dies hat verschiedene Auswirkungen:

Überlappen zulassen

Die Option „Überlappen zulassen“ regelt, ob das markierte Shape von einem anderen Shape überlagert werden darf oder nicht. Wenn dieses Überlagern verboten wird, kann ein anders Shape nur in der unmittelbaren Nähe, nicht aber darüber oder darunter platziert werden.

Layout in Tabellenzelle

Die Option „Layout in Tabellenzellen“ ist nur dann relevant, wenn sich der Absatz, an dem ein Shape hängt, in einer Tabelle befindet.

Textfluss

Der Reiter „Textfluss“ bietet noch einmal die Möglichkeit, die „Umbruchart“ zu bestimmen. Wenn eine der Umbrucharten

  • Rechteck
  • Passend
  • Transparent
  • Oben und Unten

ausgewählt wird, kann der „Textfluss“ und der „Abstand zum Text“ genauer eingestellt werden.

Dialog Erweitertes Layout - Textfluss

Dialog „Erweitertes Layout“, Reiter „Textfluss“

Größe

Im Reiter „Größe“ (Shape markieren > Format > AutoForm bzw. Objekt formatieren) kann die Größe genau festgelegt werden.

Dialog AutoForm - Größe

Dialog „AutoForm formatieren“, Reiter „Größe“

Im Dialog „Layout“, Reiter „Größe (Kontextmenü für Grafiken „Weitere Layoutoptionen“ bzw. in der Registerkarte Bildtools/Format > Anordnen > Position > Weitere Layoutoptionen) kann die Größe genau festgelegt werden.

Dialog „Layout“, Reiter „Größe“

Dialog „Layout“, Reiter „Größe“

Die Größe kann unter „Größe und Drehung“ in Zentimetern oder unter „Skalieren“ in Prozent angegeben werden.

Wenn die Option „Seitenverhältnis sperren“ aktiviert ist, bleibt das Seitenverhältnis gleich, man braucht jeweils nur einen Wert für die Höhe oder die Breite ändern.

Alle Shapes (außer Textfelder) können gedreht werden. Über den Dialog wird der Drehwinkel in Grad eingegeben. Mit der Maus kann man das Shape auch von Hand drehen:

Shapes drehen

Shape mit der Maus drehen

Shapes formatieren

Es gibt eine Vielzahl von Formatierungsmöglichkeiten für Shapes.

Über den Dialog „AutoForm formatieren“ (Format > AutoForm, Format > Textfeld bzw. Format > Grafik oder Doppelklick auf das Shape) werden die Einstellungen vorgenommen.

Farben und Linien

Im Reiter „Farben und Linien“ können neben der Hintergrundfarbe des Shapes oder der Linienfarbe auch die Dicke der Linie und zum Teil Pfeilspitzen für die Linien eingestellt werden.

Dialog AutoForm - Farbe und Linien

Dialog „AutoForm formatieren“, Reiter „Farbe und Linien“

Über Farbe > Fülleffekte > Grafik kann für ein Flächen-Shape auch eine externe Grafik als Hintergrundgrafik ausgewählt werden.

Bild

Der Reiter „Bild“ ist für Shapes nur dann aktiv, wenn eine externe Grafik als Shape verwendet wird. Über die Optionen im Dialog kann man die (dargestellte) Größe des Objekts beschneiden oder Farbkorrekturen vornehmen.

Dialog AutoForm - Bild

Dialog „AutoForm formatieren“, Reiter „Bild“

Textfeld

Im Reiter „Textfeld“ wird der innere Seitenrand zwischen Text und Begrenzung des Textfelds eingestellt.

  • „Text in AutoForm umbrechen“ … bewirkt, dass die Breite des Textfelds fest bleibt und der Text – wie am Zeilenende – automatisch in die nächste Zeile umbricht.
    Wenn diese Option nicht aktiviert ist, verbreitert sich das Textfeld entsprechend der Textmenge.
  • „Größe der AutoForm dem Text anpassen“ … bewirkt, dass die Höhe des Textfelds mitwächst, wenn mehr Text eingegeben wird.
    Wenn diese Option nicht aktiviert ist, läuft der Text irgendwann unten aus dem Textfeld hinaus und wird nicht mehr angezeigt.
Dialog AutoForm - Textfeld

Dialog „AutoForm formatieren“, Reiter „Textfeld“

Textfeld Innenrand

Unterschiedliche innere Seitenränder in Textfeldern

Wenn der untere, innere Seitenrand zu klein gewählt ist, kann es passieren, dass die Unterlängen der Buchstaben abgeschnitten werden.

Über das Kontextmenü für Shapes „Form formatieren“ bzw. in der Registerkarte „Bildtools/Format“ stehen schier endlose Möglichkeiten offen, Formen und Grafiken in Word zu formatieren.

Textfeld

Im Bereich „Textfeld“ des Dialogs „Form formatieren“ werden zahlreiche Einstellungen für Textfelder vorgenommen.

Dialog Form formatieren

Dialog „Form formatieren“ (Textfeld)

Textlayout

  • „Vertikale Ausrichtung“ … legt fest, wie sich der Text innerhalb des Textfelds verhält, beispielsweise kann er „Mittig“, unabhängig von der Größe des Textfelds, positioniert werden.
  • „Textrichtung“ … bewirkt, dass der Text normal (horizontal) oder um 90 nach links oder rechts gekippt angezeigt wird.
  • „Text nicht drehen“ … verhindert, dass der Text gedreht wird, wenn das Textfeld als Form gedreht wird.

Automatisch anpassen

  • „Größe der Form dem Text anpassen“ … bewirkt, dass die Höhe des Textfelds mitwächst, wenn mehr Text eingegeben wird.
    Wenn diese Option nicht aktiviert ist, läuft der Text irgendwann unten aus dem Textfeld hinaus und wird nicht mehr angezeigt.

Innerer Seitenrand

  • Zentimetergenaue Einstellung des inneren Seitenrands (Abstand zwischen Text und Begrenzung des Textfelds).
  • „Text in Form umbrechen“ … bewirkt, dass die Breite des Textfelds fest bleibt und der Text – wie am Zeilenende – automatisch in die nächste Zeile umbricht.
    Wenn diese Option nicht aktiviert ist, verbreitert sich das Textfeld entsprechend der Textmenge.
Textfeld Innenrand

Unterschiedliche innere Seitenränder in Textfeldern

Wenn der untere, innere Seitenrand zu klein gewählt ist, kann es passieren, dass die Unterlängen der Buchstaben abgeschnitten werden.

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