Die Diplomarbeit | Literaturverzeichnis

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis beginnt mit der Überschrift 'Literaturverzeichnis'! Im Literaturverzeichnis sind alle in der Arbeit verwendeten Texte, Bücher, Aufsätze, Gesetzestexte usw. aufzuführen; nicht mehr und nicht weniger. Die Reihenfolge ist nach den Nachnamen der Verfasser (bei mehreren Verfassern des ersten Verfassers) alphabetisch zu ordnen. Bei mehr als drei Verfassern erscheint nur der Name des ersten und die Abkürzung 'u. a.' (und andere). Fehlende Angaben werden wie folgt kenntlich gemacht: Name des Autors/Verfassers unbekannt: o. V. (ohne Verfasser), ohne Jahresangabe: o. J. und ohne Ortsangabe o. O.

Grundsätzlich gilt folgende Reihenfolge für die Literaturangabe. Bitte die Satzzeichen (Komma, Punkte und Doppelpunkte) beachten:
(1) Nachname, (2) Vorname [(2.1) Nachname, (2.2) Vorname (2.3) (Hg.)] (3) (Erscheinungsjahr): (4) Titel. (5) Untertitel. (6) Angaben zur Auflage, (7) 
Erscheinungsort, [(8) Verlag].

Bei Zeitschriftenaufsätzen folgt nach (4) Titel bzw. (5) Untertitel folgendes: (8) In: (9) Name der Zeitschrift (10) Ausgabe/Jahr (11) Seitenangabe.

Ist der Artikel (Aufsatz), den man zitiert, in einem von einem anderen Verfasser herausgegebenen Werk (Werk) erschienen, dann folgt nach der vollständigen Angabe des Artikels (vgl. Grundsätzliches): (1) In: (2) komplette Angabe des Gesamtwerkes (Werk) (3) Seitenzahl des Artikels im Gesamtwerk.

Wie Quellen aus dem Internet zitiert und im Literaturverzeichnis anzugeben sind, ist meines Wissens noch nicht einheitlich geregelt. Vorschlag wäre: (1) Verfasser: (2) Titel. (3) WWW-Dokument vom Datum (11) (Adresse). Wichtig ist die Angabe des Datums, wann man die Information gefunden hat, da nicht alle Angebote auf ewig Bestand haben, jedoch überprüfbar sein sollen.

Jens Beuel hat sich ausführlicher mit dem Zitieren von Internetquellen auseinandergesetzt. Er schlägt folgendes für normale Webseiten vor:

Beispiel 6 Zitieren von Internetquellen nach Jens Beuel

*gewohnte Zitierweise* Online in Internet: URL: *URL-Adresse* [Stand *Datum des Abrufs*].

Holger Matthes: Diplom-Reader. Online in Internet: URL:
http://www.holgermatthes.de/diplom-reader [Stand 2003-03-01].

Ausführlichere Informationen hierzu auf seiner Seite http://www.bleuel.com/ip-zit.htm

Beispiel 7 Literaturverzeichnis (1) Buch, (2) Zeitschriftenaufsatz, (3) Artikel in herausgegebenem Werk und (4) Internet.
  1. Rifkin, Jeremy (1996): Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. 4. Aufl., Frankfurt/Main: Campus Verlag
  2. Bergmann, Christine (1993): Initiative für einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor (Zweiten Arbeitsmarkt). In: WSI-Mitteilungen 10/1993: S. 677-684
  3. Steinke, Rudolf (1996): Die Reform des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG). In: Senatsverwaltung für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen (Hg.): Das Ende des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG)? Bd. 25, S. 69-85, Berlin: BBJ Verlag
  4. Diakonisches Werk der EKD (1997): Rechenschaftsbericht des Diakonischen Werkes der EKD 1997. 2.6 Zukunft der Arbeit. WWW-Dokument vom 19.12.97: (Adresse: http://www.diakonie.de/html/Rechen97/Kapitel_2_6.htm)

Die Textgestaltung hebt die einzelnen Elemente der Literaturangabe hervor: Verfasser und Erscheinungsjahr sind fett; der Titel ist kursiv; der Rest Standard und ab der zweiten Zeile wird eingerückt ('hängender Einzug').

Andere Verzeichnisse

Da Diplomarbeiten eine Vielzahl von Abkürzungen, Tabellen und Schaubildern enthalten können, empfiehlt es sich, nach Bedarf gesonderte Verzeichnisse für diese Elemente anzulegen. Abkürzungen müssen im Text bei der erstmaligen Nennung ausgeschrieben werden und die Abkürzung folgt in Klammern dahinter. Diese Verzeichnisse stehen entweder am Anfang der Arbeit nach dem Inhaltsverzeichnis oder am Ende vor dem Literaturverzeichnis.

>> siehe auch: Formale Ordnung

Beispiel 8 Abkürzungs- und Abbildungsverzeichnis

(1) Abkürzungsverzeichnis
a.a.O. am angegebenen Ort
AFG Arbeitsförderungsgesetz
Bt.-Drucks.

Bundestagsdrucksache
(2) Verzeichnis der Tabellen und Schaubilder
Tabelle 1 Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der BRD S. 12
Schaubild 1 Arbeitsmarktpolitik in ihrem komplexen Gesamtzusammenhang S. 3
Beispiel 2 Erste Gliederung (Auszug) S. 7

     

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Holger Matthes © 1998 –